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Manfred Weber

Europäisches Parlament EVP-Fraktion CSU

Mitglied des Europäischen Parlaments | Stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion
Bezirksvorsitzender der CSU Niederbayern

Grundsätze

Manfred Weber schreibt über Religion:

Religion ist etwas zutiefst Privates. Die Frage, ob ich an Gott glaube, ob er mich in meinem Leben trägt, muss jeder für sich beantworten. Ich sage ja, andere nein. Trotz dieser Privatheit der Religion lassen sich viele Fragen im politischen Raum ohne religiöses Fundament nicht denken, gerade wenn man Christ ist.

Wir Christen glauben, dass der Mensch Ebenbild Gottes ist. Ist das nicht vermessen? Für die Politik ergeben sich aus diesem Grundgedanken eine Reihe von Konsequenzen. Wenn der Mensch Ebenbild Gottes ist, dann hat der Mensch eine hohe Würde, er ist wertvoll. Das Leben ist wertvoll und jeder Mensch, egal ob jung, alt, schnell, produktiv oder langsam und vielleicht behindert, jeder Mensch hat eine Menschenwürde. Dieses Denken vom christlichen Menschenbild ist die Grundlage für viele Werte, die heute unsere Gesellschaft prägen: Solidarität, Freiheit, Eigenverantwortung, Subsidiarität. Auch der Schöpfungsgedanke, dass also die Schöpfung bewahrt werden muss, zählt zu diesen prägenden Grundgedanken. Und auch die Toleranz. Wenn jeder eine Menschenwürde hat, dann ist auch die Meinung eines jeden und der Respekt vor seiner Art zu leben wichtig.

„Der Staat beruht auf Werten, die er selber nicht schaffen kann.“ So hat es der Philosoph Böckenförde formuliert. Für unseren Lebensraum gilt: Der Staat beruht auf Werten, die durch das Christentum und die Aufklärung geformt wurden. Deshalb ist Religion auch für die Politik so eminent wichtig.