Weber: Kommission greift CSU-Vorschlag auf – Verantwortung liegt jetzt in Bayern und Deutschland
Als „konsequent und beispielhaft“ hat Niederbayerns Europaabgeordneter und CSU-Bezirksvorsitzender Manfred Weber den heutigen Vorschlag der EU-Kommission bezeichnet, dass die EU-Mitgliedstaaten künftig selbst über den Anbau von Genpflanzen entscheiden sollen. „Anbaugenehmigungen für Genpflanzen müssen vor Ort erfolgen. Damit wird die Kommission dem Subsidiaritätsprinzip gerecht“, erklärte Weber. Das von der Kommission vorgeschlagene Verfahren sei beispielhaft bei der Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips. „Das könnte häufiger Nachahmung finden.“ Der EVP-Fraktionsvize erinnerte daran, dass EU-Kommissionspräsident Barroso in seinem Regierungsprogramm auf Forderung der CSU zugesagt hatte, den Mitgliedstaaten die Entscheidungsfreiheit über den Anbau von Genpflanzen zu geben.
Während die Zulassung von Genpflanzen europaweit erfolgen könne, müsse die Entscheidung über deren Anbau durch die Mitgliedstaaten getroffen werden. „Das ist eine gute Nachricht für unsere Landwirte. Was auf den Äckern wächst, wird künftig vor Ort entschieden“, erläuterte Weber. Dadurch könnten regionale Besonderheiten des Ökosystems berücksichtigt und so zum Beispiel der Vermischung normaler Feldpflanzen mit gentechnisch veränderten Pflanzen vorgebeugt werden. Der CSU-Politiker forderte Bundesregierung und Staatsregierung auf, jetzt zügig von den neuen Möglichkeiten beim Anbau von Genpflanzen Gebrauch zu machen. „Jetzt liegt die Verantwortung in Bayern und Deutschland.“
Weber betonte, dass das Zulassungsverfahren gentechnisch veränderter Pflanzen auf EU-Ebene transparenter werden müsse. „Hinterzimmer-Entscheidungen müssen endlich der Vergangenheit angehören. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information bei einem so sensiblen Thema.“